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Die Runen

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Die Runen

Beitragvon Arthus » 18. Feb 2009, 11:19

Das Wort "Rune" bedeutet "Geheimnis". Gemeint sind damit die altgermanischen Schriftzeichen. Das Wort entstand aus verschiedenen Vorformen germanischer Dialekte erst im 17 Jahrhundert. Die älteste Wortform dürfte das vorindogermanische "reu" in der Bedeutung "flüstern" sein. Wir kennen heute noch Worte wie "raunen", die mit den alten Formen verwandt sind. Auch unser Wort "Buchstabe" geht auf die Runen zurück, denn in der Runenmagie wurden die Zeichen oft auf Buchenstäbe geritzt, gezogen und gedeutet. Ein weiteres Wort, dass seinen Stamm in der Runenpraxis hat könnte "zaubern" sein. Runenstäbe wurden meistens gefärbt, dabei war die Farbe rot besonders beliebt und dafür nutzte man den Naturstoff Zinober: "zinobern" könnte daher der Ursprung unseres "zaubern" sein. Wir kennen verschieden Runenreihen, so gibt es das ältere Futhark mit 24 Stäben, das jüngere Futhark mit lediglich 16 Zeichen und eine Reihe weiterer Formen, die in verschiedenen Gegenden heimisch waren. Das Wort "Futhark" leitet sich übrigens von den ersten Buchstaben der Reihen ab. Heute am gebräuchlichsten ist das ältere Futhark. Enstanden sind die Runen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft im 2. Jahrhundert v.d.Z. im Alpenraum. Dort kamen germanische Stammen in Kontakt mit italischen Schriften, die dem lateinischen Alphabet zwar ähnlich waren, aber vom grieschichen stammten und erste Runenzeichen enthielten. Daraus entwickelten sie ihre eigenen Schriftzeichen. Diese Entwicklung wurde beeinflusst durch die Schreibtechnik. Man schrieb damals nicht auf Papier, sondern meisselte in Stein oder ritzte in Holz. Die durchweg geraden Linien der Runen haben also praktische Gründe.

In der Mythologie erlangt Odin das Wissen über die Runen durch ein Selbstopfer an der Weltenesche. Er weiht sich selbst durch ritzen mit dem Speer - das absichtliche ritzen mit dem Speer war Weihezeichen an Odin - und hängt Kopfüber neun Nächte lang an Yggdrasil. Dies ist eine mit grossen Qualen verbundene schamanische Praxis in der der Schamane einen Trancezustand sucht, der zu Nahtoderfahrungen führen kann und als eine Art Seelenreise empfunden wird. Von diesem Ereignis hat die Weltenesche übrigens ihren Namen Yggdrasil. "Yggr" ist ein Beiname Odins und bedeutet "der Schreckliche" und "Drasil" heisst Pferd. "Des schrecklichen Pferd" bezieht sich genau auf die schamanische Praxis des überkopf aufhängens an einem Baum, wobei der Baum als "Pferd der Seele" bezeichnet wird.


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