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Die Mythologie der Wikinger

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Die Mythologie der Wikinger

Beitragvon Arthus » 16. Feb 2009, 11:42

Die neun Welten

In der Mythologie der Wikinger gibt es neun Welten, die an den Zweigen der Weltenesche Yggdrasil befestigt sind.

1. Asgard - Der Sitz der Asen. Wächter ist der Ase HEIMDALL und Herrscher ist ODIN

2. Lichtalfheim (Lichtalbenheim) - Sitz der luftigen und höheren Elementarwesen (Elfen). Wächter ist der Elf DELLING und Herrscher der Wane FREYER

3. Muspelheim - Welt der Hitze, Lava und fliegenden Feuerfunken. Hier leben die Feuerriesen dessen Wächter und Herrscher der Riese SURT ist.

4. Wannaheim (Heim der Wanen) - Wohnsitz der Wannen. Herrscher ist der Wane NJÖRD

5. Midgard (Mittelwelt) - Die Welt der Mitte, welche von den Menschen bewohnt wird.

6. Swartalfheim (Schwarzalbenheim) ist die Welt der Unterirdischen.Hier ist der Sitz der erdhaften und mineralischen Bildekräfte, der Zwerge

7. Jötunheim ist das Reich der Riesen und Widerstände (die rohen und zerstörerischen Kräfte der Natur). Herrscher ist THRYMR.

8. Nifelheim ist die Welt des Eises, der dunklen zusammenziehenden Kräfte und des ewigen Nebels. Hier lebt der mächtige Nidhögg-Drache (ein schlangenähnliches Wesen, stehend für alle Schlechtigkeit dieser Welt).

9. Hel - Die Totenwelt (Ort der ewigen Ruhe und Trägheit). Ihr Wächter ist der Hund GARM und Herrscherin die Totengöttin HEL.


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Die Götter der Wikinger

Allgemein war Thor der wichtigste Gott der Wikinger und regional hatte dieser sogar eine wichtigere Position als Odin, der germanische Göttervater. Die Wikinger im Gebiet des heutigen Schwedens verehrten Freyr als einen ihrer wichtigsten Götter, der daher sein Hauptheiligtum im heutigen Uppsala besaß. Außerdem kannten die Wikinger keine Priester. Alle Götter hier zu nennen würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen,deshalb nur eine kleine Auswahl der wichtigsten oder bekanntesten.

Odin
Odin ist der höchste aller Götter, von ihm stammen die Asen ab. Er ist Kriegs- und Totengott, er führt als Sturmgott das wilde Heer an. Er hat das Wissen über die Runen und ist Gott der Dichtkunst. In der Edda wird er mit mehr als 50 verschiedenen Namen genannt, da er oft unter Decknamen Gast in Midgard war. In der Schöpfungsgeschichte ist er ein Sohn der Urriesen Börr und Bestla und hat zwei Brüder, Hönir und Lodr, bzw. auch Vili und Ve genannt. Mit seinen Brüdern erschafft er die Welt und die ersten Menschen. Deshalb wird Odin auch "Allvater" genannt, er erschlug den Riesen Ymir, erschuf Midgard und wurde Vater der Götter. In seiner Burg Walaskjalf ist die goldene Halle Walhalla in der die gefallenen Krieger, Einherjar genannt, täglich zechen und kämpfen. Von Hlidskjalf, seinem Thron, übersieht er die ganze Welt und seine beiden Raben, Hugin ("Gedanke") und Munin ("Erinnerung") fliegen durch die Welt und bringen Odin Neugikeiten. Zu seinen Füssen liegen zwei Wölfe, Freki und Geri. Sie verzehren alle Speisen, die Odin gereicht werden, denn ihm genügt es Wein zu trinken. Von seinem Ring Draupnir fallen jede neunte Nacht acht gleichwertige Ringe ab, sein Speer Gungnir trifft immer sein Ziel. Sein Pferd Sleipnir hat acht Beine und ist das schnellste das es gibt. Es wurde vom Gott Loki mit dem Hengst Svadilfari gezeugt, welcher dem Riesen Hrimthurs gehörte, als Loki den Riesen hindern wollte Asgard zu schnell fertig zu stellen. Ausserdem erkennt man ihn an seinem blauen Mantel, dem Hut und daran, dass er einäugig ist. Sein anderes Auge gab er dem Mimir um einen Schluck aus der Quelle der Weisheit und des Verstandes nehmen zu duerfen. Dort liegt sein Auge und sieht alles was geschehen ist, denn alles Vergangene sinkt langsam auf Mimirs Grund. Um das Wissen über die Runen zu erlangen hängt er sich mit einer Speerwunde in der Seite kopfüber für neun Nächte an der Weltenesche Yggdrasil auf und empfängt die Runen, die ihm später von Mimir gedeutet werden. Er ist der weiseste der Götter und weiss auch um deren Untergang in Ragnarök. Er selbst wird im Ragnarök vom Fenriswolf verschlungen werden. Mit fünf Frauen hat er sieben Asensöhne: Sein Erstgeborener ist Thor, dessen Mutter die Erdgöttin Jörd ist. Mit der freundlichen Riesin Gridr hat er den Sohn Widar, mit der Erdgöttin Rind den Wali. Bragi ist Odins Sohn mit der Riesin Gunnlöd. Mit seiner Gattin Frigg schliesslich hat er die Söhne Baldur, Hödur und Hermod.

Thor
Der erstgeborene Sohn Odins ist der Gott des Donners und der Beschützer der Menschen vor den Riesen. Mit den Riesen liegt er in dauerndem Streit. Dabei helfen ihm drei magische Gegenstände: Sein Hammer Mjöllnir wird geworfen, trifft immer und kehrt in Thors Hand zurück. Sein Gürtel Megingiardr und seine eisernen Handschuhe geben ihm ungeheure Kraft. Vielen Geschichten erzählen davon wie Thor Riesen erschlägt. In seiner Burg Thrudheim, die nach seiner Tochter Thrud benannt ist, steht seine Halle Bilskirnir. Er hat zwei Ziegenböcke, Tanngnjostr und Tanngrisnir (Zähneknirscher und Zähnefletscher), die seinen Wagen ziehen wenn er nicht zu Fuss geht. Die beiden können von Thor verspeist und mit dem Hammer Mjöllnir wieder zum Leben erweckt werden. Thor kann ungeheure Mengen essen und trinken und er ist jähzornig. Zu Ragnarök wird er die Midgardschlange erschlagen und selbst an ihrem giftigen Atem sterben. Mit seiner Frau Sif hat er eine Tochter Thrud und mit der Riesin Jarnsaxa (eine der Mütter Heimdalls) hat er die Söhne Modi und Magni.

Baldur
Balder ist der Gott der Reinheit, Schönheit und Gerechtigkeit. Er ist der Gott des Frühlings und ihm ist vorbestimmt durch seinen Bruder Hödur zu sterben und nach Ragnarök zusammen mit diesem zurückzukehren und ein neues Göttergeschlecht zu begründen. Seine Wohnung ist in Breidablick. An diesem Ort kann kein Frevel bestehen. Balder selbst ist so rein und licht, dass ein Schein von ihm ausgeht.Seine Gattin ist Nanna. Mit ihr zusammen hat er einen Sohn, Forseti.

Freyr
Freyr ist der Herrscher des Alfenreiches und Fruchtbarkeits- und Vegetationsgott. Er herrscht über Regen, Sonnenschein und insgesamt über das Wachstum auf der Erde. Er ist der Sohn aus der Beziehung zwischen Njörd und Skadi. Am Ende des Krieges zwischen Asen und Wanen ging er zusammen mit seiner Schwester Freyja als Geisel nach Asgard. Mit der Riesin Gerd hat er einen Sohn mit Namen Fjölnir. Er hat ein Schiff dass man zusammengefaltet in der Tasche tragen kann, das entfaltet aber gross genug ist um alle Asen vollbewaffnet aufzunehmen, und dass immer Wind in den Segeln hat und fliegen kann. Es heisst Skidbladnir. Sein Eber Gullinborsti hat goldene Borsten und ist schnell wie ein Pferd. Ursprünglich besass Freyr ein Schwert, das von selbst kämpft und auch ein Pferd. Diese beiden gab er allerdings seinem Diener Skirnir als dieser für ihn auf Brautwerbung fuhr. Deshalb muss Freyr zu Ragnarök ohne Schwert antreten und Surtur wird ihn töten nachdem Freyr den Riesen Beli mit einem Hirschgeweih erschlagen hat.

Tyr
Tyr ist der Kriegsgott und ebenso wie Forseti Gott des Rechts und Thingvorsitzender. Tyr ist gerecht und ehrenhaft aber im Gegensatz zu Forseti beführwortet er den Kampf zur Konfliktlösung. Er kämpft mit einem Speer und hat nur noch eine Hand nachdem er eine Hand dem Fenris als Unterpfand bei dessen Fesselung lassen musste - bzw. ehrenhaft gab. Er ist der Sohn des Riesen Hymir und seiner nicht namentlich genannten Gattin. Zu Ragnarök werden er und Garm, der Hund der den Eingang zur Unterwelt bewacht, sich gegenseitig töten. Es wird vermutet, dass ehemals Tyr als höchster der Götter verehrt wurde und erst später durch Odin abgelöst wurde.

Bragi
Bragi ist der Gott der Dichtkunst und ein Sohn Odins mit der Riesin Gunnlod. Er wurde geboren nachdem Odin um einen Schluck vom Dichtermet zu bekommen drei Nächte lang mit der Gunnlod geschlafen hatte. Seine Gattin Idun hat ihm die Runen in die Zunge geritzt, wodurch er weise und redegewannt und der erste Skalde wurde. Bragi begrüsst zusammen mit seinem Bruder Hermod die Einheriar beim Einzug in Walhall.

Heimdall
Heimdall ist der Gott des Tageslichtes und er wacht in seiner Burg Himingbjörg am Ende der Regenbogenbrücke Bifröst über Asgard. Er ist der Sohn aus der Verbindung Odins mit den neun Aegirstöchtern. Er schläft fast nie, sieht bei Nacht und am Tag 100 Meilen weit und hört das Gras auf der Erde und die Wolle auf den Schafen wachsen. Er hat Zähne aus Gold und wird als der schlauste der Asen beschrieben - in dem Zusammenhang werden Asen und Wanen verglichen; er sei der hellste der Asen, fast so schlau wie ein Wane. Er bringt den Menschen die drei Stände, indem er einen Sklaven (Thrall), einen Bauern (Karl) und einen Herrscher (Jarl) zeugt. Sein Rufhorn, das Gjallarhorn, liegt unter der Wurzel Yggdrasils und wird hervorgeholt um damit den Beginn Ragnaröks zu verkünden.

Loki
Loki ist der Gott des Feuers und der List. Er verspottet die Götter und richtet Schaden an wo er kann. Er ist der Sohn zweier Riesen (Laufey und Farbauti) und kann seine Gestalt wechseln. So tritt er als Adler, Stute, Lachs, Fliege, Floh oder altes Weib verwandelt auf. Er ist schlau, setzt seine Schläue aber nur ein um andere zu hintergehen. Er wurde geboren als Farbauti einen Blitz auf Laufey schleuderte. Seine Kinder mit der Riesin Angrboda sind die Hel, Jörmungandr und Fenris, mit Sygin hat er zwei Söhne, Narwi und Vali. Er verführte den Hengst Swadilfari in Gestalt einer Stute und gebar Odins Pferd Sleipnir. Er hat Schuhe mit denen er über Luft und Wasser gehen kann. Bei Ragnarök wird er die Riesen anführen. Heimdall und Loki werden sich gegenseitig töten.

Frigg
Frigg ist die Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und der Ehe, des Lebens und der Mütter. An Odins Seite ist sie Stammutter der Asen. Sie wohnt im Palast Fensal und besitzt ein Falkengewand mit dem sie fliegen kann. Sie kennt das Schicksal der Götter und der Menschen, weigert sich aber darüber Auskunft zu geben. Wenn Frigg mit Odin die Welt der Menschen besucht bringt sie Glück in die Häuser. Teilweise wird sie in den Sagas mit der Freyja gleichgesetzt (bzw. verwechselt). Zusammen mit Odin hat sie drei Söhne: Baldur, Hödur und Hermod.

Freyja
Sie ist Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe. Sie beherrscht die Kunst der Weissagung ("Seidr"). Sie ist die Schwester Freyrs und Tochter von Njörd und Skadi. Ihre Wohnung heisst Folkwang. Sie teilt sich mit Odin die gefallenen Krieger, ihre Hälfte kommt nach Folkwang in den Saal Sessrumnir. Freyjas Wagen wird von zwei Katzen gezogen und sie hat zum reiten den Eber Hildeswin. Sie hat - wie Frigg - ein Falkengewand mit dem man fliegen kann und das Brisingamen, einen wunderschönen Halsschmuck für den sie mit vier Zwergen schlafen musste. Zusammen mit Od hat sie eine Tochter, die Hnof heisst und die Riesen Thrym und Hrungnir bulten erfolglos um sie. In den Eddas ist manchmal nicht klar ob sie oder Frigg gemeint ist, daher könnte es sein, dass es sich um die gleiche Gottheit gehandelt hat.

Sol
Sol ist die Sonnengöttin, sogar die Sonne selbst. Sie ist die Tochter von Mundilfari und die Schwester des Mondgottes Mani. Glenr ist ihr Mann. Die Sonne wurde von den Göttern aus einem Funken erschaffen und auf einen Wagen gelegt. Sol lenkt den Wagen der von den Pferden Alsvidr und Arwakr über den Himmel gezogen wird. Sie werden von dem Wolf Skalli verfolgt der sie zu Ragnarök einholen und verschlingen wird. Doch bevor sie stirbt wird ihre Tochter gebohren, die in der neuen Welt als Sonne scheinen wird.

Hel
Die Totengöttin Hel ist die Tochter von Loki und der Riesin Angrboda und damit eine Schwester des Fenriswolfes und der Midgardschlange Jörmungandr. Sie ist halb schwarz und halb weiss, und sie nimmt die den "Strohtod" (Alter und Krankheit) gestorbenen in Empfang. Die Ehrlosen bringt sie auf ihrem dreibeinigen Pferd Helhesten nach Niflheim. Sie regiert im gleichnamigen Hel, ihr Saal heisst Eljudni ("Plage"). Ein riesiger Hund mit Namen Garm hält Wache am Eingang zum Totenreich. Alle Toten, bis auf die ruhmreich in der Schlacht verstorbenen, die nach Walhall oder Folkwand einziehen, müssen zunächst zur Hel. Dort bleiben sie, gehen nach Niflheim oder wenn sie ertrunken sind zur Ran.
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